Ernährung,  Gesundheit

So grünt das Grün – Katzengras

Katzen sind Karnivoren, also reine Fleischfresser. Klar, in einem kleinen Mäusemagen ist hin und wieder auch etwas Grünzeug enthalten, aber solange es nicht fleischig verpackt ist, ist es nichts für die Katz. Und doch ist es wichtig, einen Topf Gras bereit zu haben, wenn eine Samtpfote einzieht.

Auch in „freier Wildbahn“ kann man immer wieder Katzen beobachten wie sie Grashalme anknabbern und dies hat einen einfachen Grund: es hilft den Tieren, sich zu erbrechen. Meistens handelt es sich bei diesen Bezoaren um Haarballen, die nicht verdaut werden können und deswegen auf anderem Weg wieder hinaus aus dem Katzenmagen kommen muss.

In meinem Enthusiasmus besorgte ich mir also gleich mal ein Päckchen Bio-Weizenkeim-Samen (Link) und legte gleich mehrere Töpfe damit an. Denn mei, warum nicht, mir fehlten meine (giftigen) Pflanzen und etwas Gras in der Wohnung konnte auch nicht schaden. Ich muss auch sagen dass es mir viel Spaß macht diese Töpfchen anzulegen, weil ich normalerweise nicht gerade mit einem grünen Daumen gesegnet bin, Gras kann ich aber anscheinend trotzdem noch zum Wachsen bringen 😜.

Auch Haru war von dem Gras extrem angetan. Etwas zu sehr, würde ich sagen. Gerade Nachts, wo es für ihn etwas langweilig war, aß er anscheinend viel zu viel davon, was dazu führte dass er zwar wie gewünscht sich erbrach, nur eben zu häufig und ohne Bezoaren oder so, sondern nur mit Magensaft und Grasresten. Also wurde das Gras (welches sowieso bei etwas kühleren Temperaturen besser gedieh) auf den Balkon verbannt, der Nachts natürlich zu war.

Im Laufe des ersten Monats konnte ich noch ein paar weitere Dinge beobachten, welche schlussendlich dazu führten, dass folgende Regeln bei uns herrschen:

  • Katzengras nur auf dem Balkon, bei Bedarf abdecken
  • Kein Zugang auf leeren Magen (sonst Erbrechen)
  • Kein Zugang bei unter 10C Außentemperatur (sonst Erbrechen)

Wenn wir uns aber an diese Regeln halten, scheint es ihm gut zu bekommen und er hat ne Gaudi an dem Grün 😁.

Alternativ hat er derzeit Zitronengras in der Wohnung frei zur Verfügung, was zwar ziemlich hart und scharfkantig ist, aber dadurch viel weniger gefressen wird, also nur bei wirklichem Bedarf (Zitronengras ist antibakteriell, antiseptisch und antimykotisch und unterstützt die Verdauung des Stubentigers).

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