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Wolken am Horizont – Unterbeschäftigung?

Mal ein Thema, dass mir unangenehm ist, aber mich derzeit massiv beschäftigt: Haru erscheint mir unausgeglichen und unterbeschäftigt.

Meine Arbeit ist derzeit sehr stressig, sodass ich zwar daheim bin, aber eben 4 Tage die Woche 7-8 Stunden vor dem PC gefesselt. Alle 2h für 15-40 Minuten spielen ist da nicht drin (er will ja 4-6h am Tag mit mir spielen). Ich versuche es zwar mit viel Zeit davor und danach gut zu machen, aber er schläft eindeutig weniger Nachts und tigert durch die Wohnung, tagsüber wird oft nach Beschäftigung verlangt. Auch sein Appetit hat abgenommen. Obwohl die Nachtaktivität und verminderter Appetit auch an der Hitze liegen kann, derzeit haben wir tagsüber über 30°C, da will er nicht mal in die Nähe des Balkons und verschläft die heißen Stunden im kühlen Flur.

Ein klares Zeichen dass er mehr will, ist mir in den letzten Wochen aufgefallen: er versucht nun auch über den Katzenzaun zu klettern! 😳 Das sind fast 1,5 Meter drahtverstärktes Geflecht, aber ich habe ihn schon mehrmals jetzt von fast ganz oben runter gepflückt. Und genau an der Decke wäre es ihm auch möglich nach draußen zu flüchten, weil ich den Zaun nicht fester gespannt bekomme. Wegen Mietwohnung ist es mir nicht möglich den Zaun noch weiter aufzurüsten. Also hieß es die letzte Woche nur noch Balkon unter direkter Aufsicht, aber ich möchte meine ganze Freizeit auch nicht die nächsten Jahre(?!) als „Gefängniswächter“ auf dem Balkon verbringen.

Eigentlich startete ich die Idee der Katzenhaltung mit der Vorstellung einer älteren, ruhigen und verschmusten Katze, der ich noch einen schönen Lebensabend in meiner kleinen Singlewohnung geben wollte. Statt dessen habe ich nun (auf Empfehlung der Pflegerin im Tierheim) einen hochgradig aktiven, großen und noch recht jungen Kater der absolut nicht gerne angepackt wird. Und einen riesen Drang nach draußen hat!

Er ist absolut liebenswert und hat ganz klar ein Herz aus Gold, aber meine Vorstellungen und auch Kapazitäten sind eben anders gelegen. Und manches kann (oder will) ich in meinem Leben auch nicht wegen einer Katze aufgeben (wie meinen Job, mein Pony oder auch mal wieder regelmäßiges Wandern wäre schön).

Von Anfang an hatte ich uns eine Eingewöhnungs-Schonzeit von 6 Monaten gegeben, danach werde ich mich ernsthaft für oder gegen ihn entscheiden. Aber jetzt sind wir erst bei der 3 Monats-Marke und noch sind nicht alle meine Ideen aufgebraucht.

Wir werden sehen ob wir noch zu ein für beide Seiten passenden Kompromiss kommen können. Ich hoffe es sehr!

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