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First Contact

Mein erster Besuch in einem Tierheim! Und das zu Corona-Zeiten – entsprechend aufgeregt war ich natürlich 😉. Nach meiner Bewerbung (Link) versuchte ich mein Glück in der Tiroler Hauptstadt.

Zuerst ging es mit Bus und Bahn von Thiersee nach Wörgl, wo mich meine Freundin Melanie mit ihrem Auto abholte für die Weiterfahrt nach Innsbruck ins Tierheim Mentlberg (Link). Natürlich alles mit dem großen Transportbox in der Hand, was zu manchem fragendem Blick in den Öffis führte 😅.

Im Tierheim wurden wir eigentlich sofort von der Katzenpflegerin empfangen und hinein ins Gebäude geführt. Dabei erklärte sie dass sie noch einen dritten Kandidaten da hätte, welchen sie fast vergessen hätte: Simba, einen 4-jährigen Kater. Diesen wollte sie mir auch gleich als erstes zeigen, weil er zu meinen Vorstellungen laut Bewerbung am besten passte nach ihrer Meinung. (Demien sollte eher als Freigänger vermittelt werden weil er bei Stress in der Wohnung urinierte und Isy war noch extrem scheu und kaum ansprechbar.)

Und so führte sie uns in ein „Einzelzimmer“ wo ich meinen zukünftigen Lebensabschnittsgefährten kennen lernen sollte! Laut mauzend und überhaupt nicht kontaktscheu war er begeistert über den Besuch und war Feuer und Flamme für die Federangel (Saltos in der Luft!). Mit Kuscheln oder ruhigem Anschauen war zwar nichts, aber sein Spieltrieb und Neugier sagten mir natürlich ziemlich zu (er hat etwas von meiner Stute Tign, die ich in jungen Jahren gerne als „Frettchen auf 4 Hufen“ bezeichnet habe 😂👍).

Leider war ich mit der ganzen Situation geistlich ziemlich überfordert, sodass ich der Pflegerin zu seiner Vorgeschichte nur mit halbem Ohr zuhören konnte, mit Augen auf Haru/Simba, aber wenn ich mich recht erinnere wurde er abgegeben weil er sich mit der anderen Katze der Vorbesitzer nicht mehr vertragen hat. Da ich nach einem Monat keine weiteren Verhaltensauffälligkeiten (neben der Spielsucht) bei ihm feststellen konnte, denke ich mal dass das auch stimmen wird. Ich kann mir vorstellen dass seine endlose Energie die ein oder andere Mit-Katze (oder Menschen 😜) an den Rand des Wahnsinns treiben kann 😉😘. Die Pflegerin erzählte dann noch wie sie festgestellt haben dass er Türen öffnen kann – als er eines morgens nicht mehr in seinem Zimmer war und sie ihn im ganzen Haus suchen mussten 😅.

Die anderen zwei Katzen wollte ich mir eigentlich auch noch anschauen (mehrfach angesprochen), aber die Pflegerin ist gar nicht groß darauf eingegangen und ich war dann doch recht gefesselt von dem „großen Mann“. Nun gut, nach einer Weile (keine Ahnung wie lange, wie gesagt, war etwas überfordert, denke aber mal eine halbe Stunde?) entschloss ich mich, dass ich ihn nehmen würde. Gefühlstechnisch sagte er mir zu (auch wenn ich heimlich eher auf eine Katze anstatt einen Kater gehofft hatte 😅) und ohne Auto (und durch Corona) war ein zweiter / mehrmaliger Besuch mir kaum möglich. Also an sich was man nicht machen soll: erste Katze im ersten Tierheim anschauen und mitnehmen 😋. Ich würde jetzt nicht sagen dass es „Liebe auf den ersten Blick“ war, aber mei, sowas entwickelt sich bei mir eher über Zeit (bei Tign war ich auch nicht vom ersten Moment an total verliebt und heute kann ich mir ein Leben ohne sie schwer vorstellen).

Wir quetschten uns also wieder aus dem Raum (er protestierte laut mauzend und wollte gleich auch mit raus) und ich bekam im Büro den Adoptionsvertrag zu lesen, während die Pflegerin schon mal meine Transportbox bekam und den guten Mann für mich einfing. Er wurde mir dann klagend mauzend übergeben. Aber ansonsten lamm-brav! Die gesamte einstündige Heimfahrt war er total ruhig – klar, eingeschüchtert ohne Ende, aber kein Kampf gegen die Box oder ähnlichen. Nur immer mal wieder ein klägliches mauzen 😘.

Das Abenteuer „Vierbeiniger Mitbewohner“ nahm somit seinen Lauf…

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