Environmental Enrichment,  Training (+R)

Environmental Enrichment

Was ist nun „Environmental enrichment„? Die Bezeichnung kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt soviel wie „Umweltbereicherung“. Es geht hier um die Stimulation des Gehirns durch physikalische und soziale Umgebungsanreize. Gerade in Zoos wird dieses Konzept angewendet um den Wildtieren mehr Abwechslung und ein positives Leben in Gefangenschaft zu ermöglichen, aber nicht nur Tiger & Co können von diesen Prinzipien profitieren.

Die folgenden positiven Effekte können durch Einsatz von „Environmental enrichment“ eintreten:

  • Erhöhung der körperlichen Aktivität
  • Entgegenkommen des tierspezifischen Verhaltensweisen
  • Abbau / Vermeidung von Stress
  • Unterstützung des Allgemeinbefindens & Gesundheit
  • Gefühl der Selbstbestimmung für das Tier
  • Beschäftigungstherapie
  • Stärkung von sozialen Kontakten (innerhalb der Spezies wie auch mit dem Menschen)

Die Techniken eine Umgebung für ein Tier zu bereichern kann man grob in 5 Kategorien einteilen:

Futterbasierte Bereicherung

Zum Beispiel das Verstecken von Leckerlis in kleinen Beuteln überall in der Wohnung. Die Katze kann diese suchen, jagen und danach auch noch stellen, „töten“ und zum Schluss verzehren.

Sensorische Bereicherung (sehen, hören, riechen, berühren, schmecken)

Zum Beispiel ein katzensicherer Balkon, hier kann die Samtpfote das Wetter riechen und spüren, Vögel hören und vielleicht sogar ein paar Pflanzen anknabbern.

Neuartige Objekte

Die neuste Paketlieferung ist immer wieder ein tolles Ereignis, wenn die Katze in dem Karton spielen darf. Ansonsten kann auch einfach mal ein umgedrehter Stuhl die volle Aufmerksamkeit benötigen.

Soziale Bereicherung

Hier wären dann mehr als eine Katze gefragt. Als (magerer) Ersatz muss hier der Mensch einspringen, aber um es klar zu sagen: kein Mensch kann je einen oder vielleicht sogar mehrere Artgenossen ersetzen! Aber eine liebevolle, vertrauensbasierte Beziehung zur Bezugsperson kann schon mal etwas helfen.

Positives Training

Klassisches Beispiel ist hier das Clickertraining, was wohl mittlerweile alle Menschen schon mal (meist in Verbindung mit Hunden) gehört haben.

Weiterführende Links:

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